Projekt in Arbeit · seit 2024

Turbo
Busa.

Ein Motorrad, ein Turbolader, eine selbstgebaute ECU. Die komplette Dokumentation meines Umbau-Projekts — von der Anschaffung bis zur Eigenbau-Airbox.

350+
PS Ziel
DIY
ECU
100%
Eigenbau
Hayabusa Hero
Das Fundament

Mein Bike.

Suzuki Hayabusa

Suzuki Hayabusa.

Warum eine Hayabusa? Ich wollte schon immer einen Sportler fahren. Da ich aber knapp 2 m groß bin, blieben mir nicht viele Optionen. Die Hayabusa ist groß, bequem und brutal — perfekt für meinen täglichen Gebrauch und das Projekt.

Baujahr
1999
Hubraum
1299 cc
Original
175 PS
Top Speed
312 km/h
Forced Induction

Turbolader Umbau.

Das Herzstück des Projekts: ein Turbolader-Umbau für mehr Leistung und maximalen Fahrspaß — alles in Eigenregie.

01 / Turbolader

GT30

Gewählt habe ich einen GT30, der den Ladedruck auf ca. 1,5 bar und das System bis zu 500 PS bringen soll.

02 / Krümmer

Akrapovič

Der Abgasstrang besteht aus einer Edelstahl-Komplettanlage von Akrapovič. Klang inklusive.

03 / Ladeluft

Luft / Wasser

Eigenkonstruktion: ein Luft-Wasser-Kühler direkt in der Airbox. PC-Wasserkühlung als Radiator.

Fortschritt

Timeline.

Phase 06

ECU Rev 3.0 fertig

Nach einem systematischen Review der alten Revision wurden Schaltplan und Layout komplett neu aufgebaut. Beide Platinen — Haupt-ECU und CAN-Sensor-Modul — sind inzwischen vollständig geroutet und DRC-sauber, Stückliste und Fertigungsdaten liegen bereit. Als Nächstes: bestellen und aufbauen. Die ganze Doku dazu gibt's auf der ECU-Seite.

ECU Rev 3.0 Platinen-Render, Oberseite
Phase 05

Motor komplett umgebaut

Der Serienmotor war für die geplanten Ladedrücke nicht ausgelegt. Also kompletter Ausbau, Zerlegung bis auf den nackten Zylinderkopf und Neuaufbau mit Wössner-Schmiedekolben (K4017DA, 3-Ring) und H-Träger-Pleueln aus 4340er Stahl mit ARP2000-Schrauben — beides für die Belastung unter Boost statt der originalen Gussteile. Dazu eine neue, laufleistungsarme Kurbelwelle, neue Haupt- und Pleuellager, frische Ventilschaftdichtungen und neu eingeschliffene Ventile sowie ein Steuerketten-Umbaukit von APE, das die serienmäßige Kette gegen eine Rollenkette ersetzt. Jeder Kolbenringspalt wurde einzeln gemessen und protokolliert. Die Serienpleuel wären laut eigener Planung ab etwa 300 PS am Limit gewesen — der Flaschenhals liegt jetzt beim Turbolader (GT30, ausgelegt auf ca. 500 PS bei 1,5 bar), nicht mehr im Bottom End.

H-Träger-Pleuel wird eingesetzt Kolben in der frisch gehonten Laufbuchse Motor komplett neu aufgebaut, bereit für den Einbau Wössner-Schmiedekolben, Satz von vier Motor wird zusammengebaut
Phase 04

Ansaugung & Ladeluft

Da es am Motorrad nur beschränkt Platz gibt, habe ich eine Eigenkonstruktion der Airbox mit integriertem Luft-Wasser-Kühler entworfen. So wird die Ladeluft effektiv gekühlt und der Motor bekommt trotzdem genug Luft zum Atmen. Als Radiator nutze ich einen kleinen Radiator aus einer PC-Wasserkühlung.

AirBox CAD
Phase 04

Planung ECU

Nach langem Überlegen, wie ich das Ganze TÜV-legal und in allen Lagen fahrbar mache, habe ich mich entschieden, ein eigenes Motorsteuergerät zu bauen. Dieses ist vollgestopft mit Features: Ladedruckregelung, Launch Control, Anti-Lag, Quickshifter, Flex Fuel — und noch viel mehr.

Phase 03

RIP Getriebe

Bei einer Ausfahrt ist leider das Getriebe verreckt. Durch abgenutzte Schaltklauen hat sich die Schaltgabel verbogen und das Getriebe lahmgelegt. Eine aufwendige Reparatur war nötig, um das Bike wieder zum Laufen zu bringen.

Geöffnetes Getriebe, Zahnräder auf den Wellen Verbogene Schaltgabel, Ursache des Ausfalls
Phase 02

Reparieren

Nach langer Suche wurden eine fehlerhafte Spritpumpe und eine kaputte Zündspule gefunden. Beide mussten ersetzt werden, bevor es weitergehen konnte. Da die Original-Benzinpumpe scheiße ist, habe ich diese direkt umgebaut.

Phase 2 Motorarbeiten 1 Phase 2 Motorarbeiten 2
Phase 01

Anschaffung

700 km und 13 h Roadtrip durch halb Deutschland. Eine aufregende Reise für ein Motorrad, das den Grundstein für dieses Projekt legen sollte.

Phase 1 Roadtrip 1 Phase 1 Roadtrip 2
Das Gehirn

ECU Eigenbau.

Selbst entwickelt.
Selbst gebaut.

Warum eine fertige ECU kaufen, wenn man selbst eine bauen kann? Die komplette Motorsteuerung als DIY-Projekt — von der Schaltung bis zur Software.

Das Ganze basiert auf dem Speeduino Dropbear v1.1, wurde jedoch speziell auf die Busa angepasst. Konzipiert als Plug-and-Play-ECU, also auch ohne Turbo einfach nutzbar.

O2 Sensor Boost Control Flex Sensor Bluetooth VTT Nitrous Control SD Logging Beschleunigungssensor
  • Einspritzsteuerung für Turbo-Betrieb mit angepassten Kennfeldern
  • Zündwinkelverstellung basierend auf Ladedruck und Klopfsensor
  • Boost Control mit Wastegate-Ansteuerung
  • Datenlogging aller relevanten Sensorwerte auf SD-Karte
  • Launch Control, Anti-Lag & Quickshifter integriert
ECU Rev 3.0 — 3D-Render der fertig gerouteten Platine
Schaltplan
Software
Der Sound

Exhaust Mic.

135 Dezibel.
Ohne Clipping.

Ein Endrohr macht aus einem Meter Abstand rund 130 dB. Ein Handymikrofon ist für 105 gebaut — alles darüber wird nicht lauter, sondern kaputt.

Also gibt es jetzt ein eigenes Aufnahmegerät unter der Sitzbank: zwei Mikrofonköpfe — einer am Endrohr, einer an der Airbox —, ein 24-bit-Stereo-Wandler und eine microSD. Jeder Kanal hat seine eigene Verstärkung, damit der leise nicht untergeht, während der laute schon anschlägt.

IM73A135V01 PCM1863 ESP32-S3 24 bit / 48 kHz DS3231 RTC CAN 4 Lagen Gehäuse aus build123d
  • Zwei Kanäle mit getrennt einstellbarer Verstärkung — 132 dB am Endrohr, 124 dB an der Airbox
  • Ersatzrauschpegel 27 dB(A) bei 105 dB Dynamikumfang
  • Samplegenaue Zeitstempel für die Synchronisation mit Videomaterial
  • Blitz- und Piepmarker, den die Kamera selbst aufnimmt
  • Startet mit der Zündung, schließt die Datei und schaltet sich selbst ab — 30 µA Ruhestrom
  • Gedrucktes IP67-Gehäuse, dessen Maße direkt aus den Platinendateien kommen
Exhaust-Mic Hauptplatine — 3D-Render der bestückten Platine
Mikrofonkopf, 8 × 27 mm, zweimal identisch bestückt
Detail der Hauptplatine: ESP32-S3 mit über die Kante ragender Antenne
Gedrucktes Gehäuse: Unterschale mit Dichtnut und drei Kabelverschraubungen
Gedrucktes Röhrchen für den Mikrofonkopf, Schallseite mit vier Gitterlöchern

Stay tuned.

Das Projekt ist noch in Arbeit. Folge mir auf Instagram für Updates, oder schau auf GitHub nach dem ECU-Code.